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Ist Ihr Elektrofahrrad, Pedelec oder E-Bike korrekt versichert?
Geschrieben von: Dirk Steinborn   

 

Versichern Sie ihr Elektrofahrrad, Pedelec oder E-Bike richtig und beachten Sie außerdem die gültigen Führerscheinregelungen.

Pedelec E-Bike Elektrofahrrad???Elektrische Unterstützung beim Fahrradfahren ist eine tolle Sache, macht riesig Spaß und liegt voll im Trend – im Schadensfall jedoch sind Fahrräder mit elektrischer Unterstützung oder Zusatzantrieb rechtlich und formaljuristisch nicht unproblematisch.
Nicht jedes Elektrofahrrad, Pedelec (Kofferwort für Pedal Electric Cycle), oder E-Bike ist in der privaten Haftpflichtversicherung mitversichert – nur solche, die als Fahrrad gelten, haben Versicherungsschutz und es ist keine Fahrerlaubnis erforderlich.
Zunächst einmal ist es für Sie wichtig zu wissen, um welche Art der elektrischen Unterstützung es sich in Ihrem konkreten Fall handelt!
«Die Einordnung, ob es sich rechtlich um ein Fahrrad handelt, erfolgt anhand der Antriebsart, der Leistung des Antriebs und der möglichen Geschwindigkeit», so Maximilian Maurer vom ADAC in München.


1. Pedelecs

Pedelecs unterstützen Sie, solange Sie in die Pedale treten.
Wenn die Unterstützung bei höchstens 25 Km/h endet und die Leistung des Motors 250 Watt oder weniger beträgt bzw. wenn Sie aufhören zu treten, dann bleibt der Status des Fahrrads gewahrt. «Hier ist die Rechtslage unproblematisch», sagt ADAC-Jurist Markus Schäpe.
Kennzeichen, Fahrzeugpapiere, Mindestalter des Fahrers oder Versicherungspflicht gibt es nicht und auch ein Helm ist nicht zwingend vorgeschrieben.
Für Haftpflichtschäden infolge eines Unfalls ist für Pedelecs die private Haftpflichtversicherung ausreichend.
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2. Pedelec mit Anfahrhilfe

Haben Sie ein Pedelec mit Anfahrhilfe, klären Sie bitte mit Ihrem Haftpflichtversicherer ab, ob Sie Versicherungsschutz genießen oder nicht. Pedelecs mit Anfahrhilfe sind nicht zwingend in der privaten Haftpflichtversicherung mit eingeschlossen! Diese Gefährte setzten sich, auch ohne Treten, bis max. 6 km/h in Bewegung und werden somit zu Kraftfahrzeugen. Mindestens eine Mofa-Prüfbescheinigung ist zum Führen dieser Fahrzeuge erforderlich.
Fragen Sie bitte unbedingt bei Ihrem Versicherer nach, um unnötige Kosten durch einen evtl. selbst verschuldeten Unfall zu vermeiden.

3. E-Bike und 4. S-Pedelec

Weitere Typen von Elektrofahrrädern sind E-Bikes – sie haben einen vom Treten unabhängigen Antrieb - und S-Pedelecs (schnelle Pedelecs) mit einer Leistung von bis zu 500 Watt.
Bei beiden Fahrzeugen müssen Sie gemäß Straßenverkehrszulassungsordnung ein Versicherungskennzeichen - „Mofa-Schild" – anbringen. Sowohl Ihr E-Bike als auch Ihr S-Pedelec sind versicherungspflichtig.
Das Fahren ohne den oben beschriebenen Versicherungsschutz stellt eine strafbare Handlung dar.
Gleichzeitig bedeutet die Notwendigkeit des Versicherungskennzeichens, dass Sie die entsprechende Fahrerlaubnis zum Führen von Mofas haben müssen, mit allen sonstigen rechtlichen Konsequenzen in Sachen Betriebserlaubnis, Mindestalter des Fahrers sowie Helmpflicht!

ÜBRIGENS: Bei mir bekommen Sie für kleines Geld sowohl die passende Privathaftpflicht, als auch das Mofa-Kennzeichen.
Gerne erkläre ich Ihnen auch, wie Sie Ihr Fahrrad mit elektrischer Unterstützung im Falle des Diebstahls versichern können!

 
Sparen geht nur durch Konsumverzicht!
Geschrieben von: Dirk Steinborn   

 

Zinsen sind die teuerste Geldausgabe die man tätigen kann

Sparschwein

 

„Jetzt haben, später zahlen!“ So lautet die Überschrift eines, wie ich finde, sehr gelungenen Artikels aus der ZEIT 12/2012.

„Vom Auto bis zum Urlaub: Die Deutschen kaufen gerne auf Pump.“

So heißt es in dem Artikel. Natürlich ist aus Sicht des Handels das Anbieten von Krediten, zur Förderung des Absatzes von Konsumgütern jeglicher Art, ein legitimes Mittel. »Ein neuer Trend ist die Renovierung der eigenen vier Wände auf Pump«, sagt Stephan Moll vom Bankenfachverband. Ja, sogar Zahnärzte bieten Ihren Patienten inzwischen an die neuen Zähne doch zu finanzieren, sollte es an privater Zusatzversorgung oder Erspartem fehlen.

Übertrieben gesagt; Heutzutage wird der Kinderwagen auf Pump gekauft und die Eltern wundern sich dann, dass das Kind stottert!

Und es ist ja auch so einfach eine kleine Rate an den Mann oder die Frau zu bringen, zur Erfüllung der Kaufwünsche des Kunden. Eine kleine Monatsrate reißt schließlich kein großes Loch in die Haushaltkasse, könnte man meinen.

Weit gefehlt – genau das Gegenteil ist der Fall.

Oftmals wird hier vom Verbraucher schlichtweg verdrängt, dass Zinsen die Kosten für die Gier - das gewünschte Produkt sofort haben zu müssen - unglaublich verteuern.

Je nach Zinssatz und Laufzeit eines Kredits kann dann das begehrte Gut das Doppelte des Verkaufspreises oder sogar noch mehr kosten.

Leider habe ich im Laufe meiner Berufsjahre auch oftmals von meinen Kunden gehört, dass sie nicht in der Lage seien, noch etwas Geld auf die hohe Kante zu legen. Die Kosten der Lebenshaltung, die Energiekosten, die teuren Versicherungen zum Schutze ihres Hab und Gutes oder ihrer Gesundheit, die Kosten für die Telefonie oder die wichtigen Bezahlfernsehsender und auch die Miete sei so hoch, dass einfach nichts mehr zum Sparen übrig bliebe.

Bis dann eines schönes Tages der Wunsch nach einem Konsumgut, Urlaub oder sonstigen dringenden Anschaffungen so hoch ist, dass deren Erfüllung auf gar keinen Fall warten kann.

„Die kleine Rate ist doch kein Problem“ höre ich dann.

Dabei wäre doch eine kleine Sparrate ein bis zwei Jahre vorher selbst, auf einem nahezu unverzinsten Sparbuch, genauso möglich und somit die neue Anschaffung jetzt sofort bezahlt gewesen.

Also: Noch eine Rate für Urlaub, dann noch eine für das nächste Auto,ein neues Handy, den Fernseher, die neue Küche oder den dritten PC usw! So entsteht oft ein Teufelskreis. Es werden immer neue finanzielle Löcher aufgerissen, um Andere zu stopfen.

Es entsteht - wie die ZEIT treffend schreibt - „eine Schuldenspirale“, die leider viel zu oft eskaliert, weil die Vielzahl der Darlehen für den Bürger plötzlich nicht mehr zu leisten sind, wenn irgend etwas unvorhergesehenes eintritt.

So verursachen z.B. Ehescheidung, Jobverlust oder auch längere Krankheit, also Ereignisse die JEDEM passieren können, ein Desaster bis hin zur Privatinsolvenz.

Meiner Meinung nach liegt es aber nicht nur an der schlechten Transparenz der Kreditangebote oder am versteckten Kleingedruckten bei Internetangeboten, wie die ZEIT schreibt,  sondern vielmehr daran, dass heute kaum noch einer gelernt hat zu warten und einfach gezielt zu sparen.

Alles muss immer sofort da sein, beim Einzug in den Neubau muss auch sonst alles fertig sein! Am Besten auch schon die komplette Außenanlage, die Küche und das Wohn-, erstrecht die Schlaf- und die Kinderzimmer müssen sofort perfekt sein.

Was sollen den die Nachbarn denken?!

Ich bin mir sicher, dass es sinnvoller ist, erst für Ersparnisse zu sorgen - zuerst Rücklagen zu schaffen – und dann die eigenen Wünsche und Ziele zu erfüllen.

Vielleicht macht das ja weniger Spass – mag sein – sicherer und billiger ist diese Strategie aber auf jeden Fall und das Erfolgserlebnis – es auch ohne Kredit geschafft zu haben – ist unbezahlbar.

 

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